Sollte ein Laufband mechanisch oder elektrisch sein?

Wer sich ein eigenes Laufband kaufen möchte, um daheim zu trainieren, der wird vor dem Kauf zwangsläufig mit einer Frage konfrontiert:

Soll das Laufband elektrisch oder mechanisch betrieben werden?

Wir beleuchten in diesem Artikel die Vor- und Nachteile beider Antriebsarten und wollen Ihnen eine kleine Kauforientierung bieten.

Der Unterschied beider Arten

Ein elektrisches Laufband verfügt über einen Motor, ein mechanisches nicht. Das mechanische Laufband ist demnach nur in Bewegung, wenn der Läufer es mit der eigenen Körperkraft antreibt. Es stoppt automatisch, wenn mit dem Laufen aufgehört wird.

Das elektrische Laufband im Detail

Ein elektrisches Laufband verfügt über verschiedene Programme, die es bei einem mechanischen nicht gibt. Bei einem solchen lassen sich nur die Steigung und der Widerstand des Laufgurtes einstellen.

Bei einem elektrischen Laufband ist ein freies Laufen möglich, bei einem mechanischen muss sich der Sportler an den Haltegriffen festhalten, um so genügend Kraft auf das Band zu übertragen.

Ferner lassen sich mit einem elektrischen Laufband deutlich höhere Geschwindigkeiten erzielen. Es sind bis zu 20 Kilometer pro Stunde möglich.

Das zeichnet ein mechanisches Laufband aus

Mechanische Laufbänder ohne Motor sind in ihrem Aufbau deutlich weniger komplexere Geräte. Daher sind sie in ihrer Anschaffung günstiger. Der Unterschied kann je nach Geräteauswahl schon mehrere Hundert Euro ausmachen.

Auch im Unterhalt ist das mechanische Laufband günstiger, weil es keinen Strom verbraucht. Es ist zudem weniger reparaturanfällig, weil es weniger Bauteile besitzt.

Für das Betreiben des mechanischen Laufbandes wird mehr Kraft als beim elektrischen Laufband benötigt. Das bedeutet, dass der dauerhafte Trainingseffekt höher sein kann. Alternativ lässt sich das gleiche Trainingsergebnis innerhalb kürzerer Zeit erreichen. Allerdings ist das Training auch wesentlich anstrengender, was nicht jedermanns Sache ist.

Ein mechanisches Laufband besitzt keinen Gerätecomputer. Daher lässt es sich deutlich einfacher bedienen.

Elektrische Laufbänder verfügen über einen Notstoppschalter, der mit einer Reißleine an der Kleidung des Läufers befestigt wird. So einen Schalter benötigt das mechanische Laufband nicht, weil es – wie erwähnt – mit dem Aufhören der Bewegung von selbst anhält. Daher ist ein mechanisches Laufband in der Anwendung sicherer.

Was spricht für den Kauf eines elektrischen Laufbandes?

Ein elektrisches Laufband bietet aufgrund der Programme mehr Abwechslung. So kann nach jeweiliger Tagesform mal härter, mal weniger hart trainiert werden. Oder es lässt sich in Intervallen trainieren, da die Geschwindigkeit immer wieder verändert werden kann.

Wer wirklich lange Strecken auf seinem Laufband hinter sich bringen möchte, der sollte auf ein elektrisches Laufband setzen.

Was spricht für ein mechanisches Laufband?

Menschen, die innerhalb kurzer Zeit effektiv trainieren möchten, sind mit einem mechanischen Laufband besser aufgehoben. Wer nicht auf Ausdauer trainieren will, sondern gezielt Muskeln aufbauen möchte, ist mit einem mechanischen Laufband gut versorgt.

Dazu kommt die völlige Kontrolle über die Laufgeschwindigkeit. Zudem schont es den Geldbeutel.

Wann sollte man welche Art von Laufband wählen?

Welche Antriebsart nun besser ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Es kommt eher auf Ihre eigenen Ansprüche an, die Sie an Ihr Training setzen. Aber wir haben einen generelle Empfehlung, die Ihnen als Orientierung dienen kann.

Ein mechanisches Laufband ist dann sinnvoll, wenn Sie:

  • wenige Geld ausgeben möchten
  • nur wenig Platz für ein Laufband vorhanden ist
  • vor allem gehen oder langsam joggen möchten

Ein elektrisches Laufband ist hingegen sinnvoll, wenn Sie:

  • Ihr Lauftraining im Freien ergänzen möchten
  • regelmäßig laufen gehen und evtl. für einen (Halb-) Marathon trainieren
  • anspruchsvoll bei realen Laufgeschwindigkeit und Steigung laufen möchten
  • generell ein abwechslungsreiches und intensives Training wollen

Wer unsicher ist, welches Gerät das Richtige ist, sollte eventuell vor dem Kauf einmal beide Arten an Laufbändern testen.